Rückblick auf Termine und Themen - hier: Hans Jürgen von Osterhausen


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Donnerstag, 17. März 2016, 19 Uhr

Ort: Latio

Die Freiheitsbibliothek in Paris
Referent: Hans Jürgen von Osterhausen

Hans Jürgen von Osterhausen zugehörig zum LZ-Köln seit Anbeginn in den 70er Jahren, ist heute in der Kölner bis Europäischen Jazz-Szene umtriebig als Organisator und Autor. Sein beruflicher Werdegang, als Jurist beim Landschaftsverband Rheinland, dort zuletzt als Kultur Amtsleiter, hat es ihm ermöglicht, sich aktiv mit seiner ausgeprägten Neigung zur Literatur, Kunst und für Geschichte auseinanderzusetzen.
Das 2008 erschienene Buch „Das Buch der verbrannten Bücher“ von Volker Weidermann gab Hans Jürgen von Osterhausen den Anstoß, sich wieder einmal intensiv mit diesen Büchern und ihren Verfassern zu beschäftigen, von denen ihm allerdings viele schon lange bekannt waren. Dann stieß er auf das Thema der Gründung der deutschen Freiheitsbibliothek in Paris 1934 und deren Gründer Alfred Kantorowicz, der und dessen Aktion allerdings in dem Buch von Weidermann so gut wie nicht vorkam.

Im Jahr 2014, 80 Jahre nach der Gründung sprach er mehrfach mit Joachim Umlauf, dem Direktor des Goethe Instituts in Paris, über die Möglichkeit einer Veranstaltung im Goethe Institut zu diesem Thema. Dazu kam es leider nicht, auch weil der Direktor nach Marseille versetzt wurde nach Ablauf seiner Zeit in Paris. Aber in Zusammenarbeit mit der Frau des Direktors, Nicole Colin, einer Germanistik Professorin in Frankreich, verfasste Hans-Jürgen von Osterhausen einen Text mit dem Thema Die Gründung der Deutschen Freiheitsbibliothek am 10.05.1934 in Paris, der in der Zeitschrift: „Der Deutschunterricht, Beiträge zu seiner Praxis und wissenschaftlichen Grundlegung", im Friedrich Verlag, Jg. LXVII Heft 4/2015“ veröffentlicht wurde. Dieses Heft, verfasst von Frau Colin, trägt den Titel Paris: Literarische Topografie einer Stadt.

Hans Jürgen von Osterhausen, als Historiker aus Leidenschaft und durch Selbststudium, ist so zu einem ausgewiesenen Sachkenner der Freiheitsbibliothek geworden. Er ist eingeladen, seinen Artikel uns vorzutragen. Es wird ein Stück zuhören und uns in eine andere Zeit versetzen, ein Themen-Abend gegen das Vergessen.

Anlässlich der Bücherverbrennung 1933 wurde am 10. Mai 1934von Kantorowicz in Paris eine „Bibliothek der verbrannten Bücher“, genannt Deutsche Freiheitsbibliothek eröffnet, die Festrede hielt Heinrich Mann. Was in Deutschland verboten und verbrannt war, wurde in aller Welt gesammelt, bereits am Eröffnungstag zählte die Freiheitsbibliothek über 11.000 Bände. Kantorowicz war Redakteur der „Vossische Zeitung“ er engagierte sich publizistisch gegen den aufkommenden Nationalsozialismus, trat 1931 in die KPD ein und musste 1933 vor den Nazis nach Frankreich flüchten.

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