30. Mai 2026 – Besuch des Kölnischen Kunstvereins


Volle Vernissagen, leere Ateliers? Kölns Kunstszene im Wandel

Köln galt einst als Mekka für junge Künstlerinnen und Künstler. Doch wie steht es heute um die Anziehungskraft der Stadt für den künstlerischen Nachwuchs? Und wie groß ist das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an aktueller Kunst und Themen junger Kunstschaffender?

Valerie Knoll, Direktorin des Kölnischen Kunstvereins, neben ›Door‹ von Arnaud Eubelen (2022; Stahl, Holz, Glas, Gluhbirne )

Valerie Knoll, Direktorin des Kölnischen Kunstvereins, nahm sich am 30. Mai Zeit, um diesen und weiteren Fragen nachzugehen. Anlass war eine Einladung der LZ-Reihe "KunstMachtWas", der rund 20 diskussionsfreudige Interessierte in das Haus „Die Brücke“ am Neumarkt gefolgt waren.

Die Förderung des künstlerischen Nachwuchses gehört seit jeher zum Selbstverständnis des Kölnischen Kunstvereins: „Es kommen viele, sie bleiben nur nicht. Köln ist für Künstler schlicht zu teuer“, so Valerie Knoll, man denke etwa an Wohnraum und Ateliers. Zugleich habe sich der Ausstellungsort Kunstverein als Treffpunkt der jungen Szene und als Inspirationsraum etabliert.

„Zwischen 400 und 600 Gäste besuchen inzwischen unsere Vernissagen“, erläutert Knoll mit Blick auf die Vermittlungsarbeit und die wachsende öffentliche Resonanz. Der Austausch mit der Stadtgesellschaft sei zentraler Bestandteil ihrer Arbeit.

Abschliessend führte Valerie Knoll die Gruppe zu ausgewählten Arbeiten der aktuellen Ausstellung „Eine Stadt als Atelier“, die noch bis 19. Juli zu sehen ist. Knoll hat diese gemeinsam mit Fabian Flückiger kuratiert. Mehr zum Kölnischen Kunstverein und der aktuellen Ausstellung unter koelnischerkunstverein.de

von Martina Bertram

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