16. Mai 2024 - Wie kann man Frieden schaffen


Wie jedes Jahr nutzen viele die Feiertage im Mai für Besuche und kurze Reisen, umso mehr ist die Anzahl der Anwesenden von 15 sehr erfreulich. Die vorgestellten wissenschaftlichen Modelle zum Thema „Wie kann man Frieden schaffen“ forderten eine gewisse Konzentration und Vorstellungskraft. Dabei wurde auch noch mal deutlich, dass die Frage des Abends auf dem „Wie kann man…“ liegt und nicht auf „Kann man …“. Danach entfachte sich eine lebendige Diskussion.
Es war nicht ganz einfach für alle das Thema des Abends von den konkreten Kriegsereignissen zu trennen. Es wurde schnell deutlich, dass jeder zu den aktuellen Kriegsereignissen seine Meinung mitbrachte, dies förderte zunächst auch eine gewisse Emotionalität an den Tag. Danach gelang es den Fokus von der Aktualität vor Ort auf den methodischen Ansatz des Perspektivwechsel zu lenken. Und darin liegt der Gewinn des Abends: Erst, wenn man den Mut und die Kraft aufbringt zu einen Perspektivwechsel, hat es eine Chance mit der Gegenseite ins Gespräch zu kommen und im Gespräch liegt der Schlüssel. Perspektivwechsel bedeutet hier: ich versetze mich in die Lage des Anderen! Die Ursachen und die unterschiedlichen Interessen des Konflikts müssen deutlich werden.
Gewiss haben wir an dem Abend keine Patentlösung gefunden, mir wurde einmal mehr deutlich die Menschheit muss sich nicht die Frage stellen: Wie kann man einen Krieg gewinnen, sondern, wie kann man Frieden schaffen; bzw. die Devise von Stefanie Intveen, frei nach Ghandi: „Ich finde es vernünftiger, die Feindschaft zu bekämpfen, als die Feinde“.
Zitate zum Thema Frieden

von Axel Lange